Das Gleichgewichtsorgan hat die Aufgabe, die Position des Kopfes im Raum und seine Drehbewegungen gegenüber der Umgebung zu registrieren.

Damit diese Funktion voll erfüllt werden kann, werden diese Sinnesepithelien von einer Reihe von Hilfsstrukturen umgeben: der Statolithenmembran bei der Macula Sacculi/Utriculi und den Cupulae bei den Christae ampullares. Die im fast rechten Winkel zueinander ausgerichteten Bogengänge bestehen aus einer gallertartigen Masse, in der die Ohrkristalle aus Calcit eingebettet sind.
Diese Schicht liegt in ihrer Gesamtheit auf den Haaren der Sinneszellen, welche die bei Änderung der Position des Kopfes auftretenden Scherbewegungen registrieren können.

Diese Ohrkristalle (Otolithen) können spontan, nach Kopftrauma oder nach einem Infekt im Bogengangsystem (Gleichgewichtsorgan) verloren gehen. Daraus resultiert der benigne paroyxsmale Lagerungsschwindel, der gutartig ist und plötzlich (aus dem Schlafen heraus) auftreten kann. Dieser Lagerungsschwindel ist einer der häufigsten Schwindel und kann nicht durch Medikamente, sondern nur durch spezielle Lagerungsübungen in der Praxis behandelt werden. In der Regel tritt nach 1-3 Sitzungen eine Normalisierung des Drehschwindels ein, weitere Medikamente sind nicht erforderlich!